Das SAS Magazin
Menschen / Perspektiven / Lösungen

Erkennen

 

  • Erkennen

    Ich brauche eine gute Software, um aus den großen Datenvolumina das für mich Wichtige erkennen zu können.

    ... Setzt man den Filter falsch, hat man 60.000 Datensätze, setzt man ihn anders, richtiger, bekommt man nur noch 10.000 Datensätze. Und so verändert sich auch die Qualität des Erkennens. Die Ableitung von Mustern aus diesen großen Datenvolumina ist dann der nächste Schritt, der den Erkennungsprozess veredelt. Für mich bedeutet das im Alltag, dass ich dafür sorgen muss, dass unsere Healthcare Produkte nahezu jegliches Risiko von den Patienten abwenden. Das ist die Essenz meines täglichen Erkennens.

    Christian Schmidt
    Siemens Healthcare
  • Erkennen

    Viele reduzieren das Erkennen auf einen retrospektiven Blick in den Rückspiegel oder auf die aktuellen Anzeigen der Instrumente im Cockpit.

    ... Für mich bedeutet Erkennen vor allem aber auch, durch die Windschutzscheibe zu schauen. Nämlich zu sehen, was mich erwartet und welche Möglichkeiten der Reaktion und der Steuerung ich zur Verfügung habe. Wenn ich das nicht tue, wird es mich früher oder später aus der Kurve tragen.

    Thorsten Kühlmeyer
    Telefónica Germany
  • Erkennen

    Erkennen bedeutet, an Bekanntes anzuknüpfen, indem man die unterschiedlichen Sinneseindrücke mit Erlebtem vergleicht.

    ... Um zu erkennen, muss das Gehirn bestimmte Verbindungen herstellen und Vergleiche durchführen.
    Sicher, die können an manchen Stellen hinken, aber sie sind dennoch hilfreich, in diesem Prozess. Es geht also darum, Daten aus unterschiedlichen Sinneskanälen zusammenzutragen. So funktioniert Erkennen, auch in der IT, um Prognosen zu erstellen. Erst so kann das Bauchgefühl als klassisches Instrument des Erkennens im Geschäftsleben hinterfragt werden. Bauchgefühle sollten aber dennoch ihren Stellenwert behalten, denn sie sind wichtig im Erkennungsprozess, übrigens in jeder Disziplin, nicht nur im Business.

    Wolfram Greis
    European Mainframe Academy
  • Erkennen

    Will man erkennen, muss man mit verschiedenen Menschen sprechen und eine zu untersuchende Sache unter verschiedenen Aspekten betrachten.

    ... Auch wenn man denkt, die Dinge hätten nichts miteinander zu tun. Beispiel demografischer Wandel in Zusammenhang mit Optimierung im Handel. Man kann erkennen, dass Mitarbeiter häufig nicht zu ihrer Umgebung passen. Entweder sie sind zu jung für die Käuferschicht oder zu alt. Fehlt hier ein sinnvoller Erkennungsprozess, der die Shop-Performance mit dem demografischen Wandel in Verbindung bringt, kann sich keine dauerhafte Umsatzsteigerung eines Ladenlokals einstellen. Solche augenscheinlich nicht zusammen gehörenden Verbindungen zu entdecken, ist für mich gelungenes Erkennen.

    Dirk Rohweder
    SAS
  • Erkennen

    Erkennen bedeutet für mich, aus Daten einen nutzenstiftenden Mehrwert zu generieren.

    ... Das kennzeichnet auch das Zeitalter, in dem wir leben. Big Data spielt dabei eine sehr große Rolle. Weniger als Tatsache an sich, denn Big Data hat es schon immer gegeben, als vielmehr aus der Perspektive heraus, die sich aus den technologischen Möglichkeiten ergeben, Dinge zu erkennen, die vorher unerkannt blieben. Pharmakonzerne können beispielsweise aufgrund bestimmter Erkenntnisse ganz neue Therapien entwickeln. Handelsunternehmen erkennen, was ihre Kunden wirklich wollen. IT ist das Instrument, und IT ist fast auch nur ein wenig Hilfsmittel, um eben Geschäftsmodelle dann auf völlig neue Beine zu stellen. Denn die Entscheidungen obliegen weiterhin dem Menschen.

    Egbert Wege
    Roland Berger
  • Erkennen

    Ich bin ein großer Verfechter vom Bauchgefühl.

    ... Sich zu sehr auf IT-generierte Zahlen in Spreadsheets zu verlassen, heißt, dass man das Bauchgefühl ausschaltet und womöglich wichtige, bereits geahnte
    Erkenntnisse verdrängt. Erkennen heißt für mich in der Interaktion mit unseren Kunden, das Bauchgefühl der Kunden erst einmal ernst zu nehmen und in einem zweiten Schritt
    herauszuarbeiten, welche Handlungen abzuleiten sind. So erkennt man zuweilen, dass ein Bauchgefühl mehrere Millionen Euro wert sein kann. Nämlich dann, wenn der Kunde dem Gefühl nachgegeben hat und wir ihm bestätigen können, dass er richtig lag und beispielsweise Betriebskosten als Schlussfolgerung einsparen wird. Zuhören ist in meinem Beruf das A und O. Im Gespräch erkennen wir dann gemeinsam mit dem Kunden Optimierungspotenziale.

    Matthias Schorer
    VMware Global
  • Erkennen

    Alle wissen es, die Stadt Heidelberg tut es: Wir müssen mit unseren Bürgern über alle sozialen Medien kommunizieren.

    ... Auch der Oberbürgermeister. Denn nur so erkennen wir, was der Bürger will und was nicht. Aber bis zu dieser Erkenntnis haben wir einen steinigen Weg zurück legen müssen. Wir mussten erst einmal erkennen, über welche Kanäle sich die Bürger heute austauschen. Die Frage war, wo mobilisieren sich Menschen zu bestimmten Themen. Und weil wir selber anfangs nicht aktiv in den sozialen Medien waren, ist der Bürgerwille komplett an uns vorbei gerauscht. Das passiert uns nicht noch einmal. Diese Erkenntnisse aus der Kommunikation über diese Medien bringen uns weiter als all unsere bisherigen Kommunikationskanäle.

    Nicole Huber
    Stadt Heidelberg
  • Erkennen

    Erkennen im Risikomanagement heißt, hinter die Daten zu schauen, um Geschäfts­veränderungen erkennen und bewerten zu können.

    ... Also, Dinge transparent zu machen und dann über den Tellerrand hinauszudenken. Ein einseitiges, alleiniges Vertrauen auf Daten und Modellergebnis greift zu kurz. Deshalb kommt beim Erkennungsprozess ein sehr wichtiger Aspekt hinzu: Die Kommunikation der Ergebnisse. Der Austausch und die Diskussion der gewonnenen Erkenntnisse mit den Geschäftsbereichen ist von großer Wichtigkeit und stellt ein wesentliches Element zur Schaffung einer entsprechenden Risikokultur des Erkennens dar.

    Wolfgang Mathmann
    ARAG SE

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